Die Gartenlaube

Die Gartenlaube

 

Erwarte an dieser Stelle keine Anleitung bzw. Konstruktion einer Gartenlaube. Auch keine Historie, die kannst du auf Wikipedia nachlesen.

Hier geht es um die rechtlichen Bestimmungen. Diese finden wir ausschließlich  im Bundeskleingartengesetz und zwar in:

 

§ 3 Abs. 2 Bundeskleingartengesetz (BKleingG) 

„Im Kleingarten ist eine Laube in einfacher Ausführung mit höchstens 24 qm   Grundfläche einschließlich überdachtem Freisitz zulässig; die §§ 29 bis 36 des Baugesetzbuches bleiben unberührt. Sie darf nach ihrer Beschaffenheit, insbesondere nach ihrer Ausstattung und Einrichtung, nicht zum dauerhaften Wohnen geeignet sein“.

 

Soviel zu Gesetzestext. Jetzt geht es ins Detail.

 

„ einfache Ausführung“

 

Zur Verwendung zulässig sind kostengünstige Baustoffe (Holz oder Mauerstein) und Bauteile mit konstruktiv einfacher auf die Funktion der Laube abgestellte Ausbaumaßnahmen. Die Materialfrage ist eine Frage der Örtlichkeit bzw. des einheitlichen Erscheinungsbildes in einer Kleingartenanlage.

Auch die Innenausstattung der Laube ist dem Gesetze nach nur in einfacher Ausführung zulässig.

 

 

„Grundfläche“

 

Der Begriff Grundfläche entspricht der von einer baulichen Anlage überdeckten Fläche im Sinne des §19 Abs.2 BauNVO (Baunutzungsverordnung). Grundfläche ist danach die mit einer Laube, einschließlich überdachtem Freisitz, überbaubare Fläche des Kleingartens. Also diejenige Fläche die durch senkrechte Grundrissprojektion der Laube bedeckt wird. Oder anders ausgedrückt, die als Außenmaße zugrunde zu legende Rohbaumaße. Bauteile wie Dachüberstände, Fensterbänke, bis zu drei vorgelagerte Stufen usw. also untergeordnete Bauteile sind nicht anzurechnen.

Die Höhe der Laube ist im Gesetz nicht geregelt. Höhenbegrenzungen ergeben sich aus der Funktion der Laube. Danach dürfen Lauben keine Höhe haben, die Aufenthaltsräume ermöglichen. Lauben dürfen nur eingeschossig sein. Danach sind Lauben mit einer Traufhöhe von 2,25 m und einer Dachhöhe von nicht mehr als 3,50 m zulässig.

Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat in seinem Beschluss (BVerwG, DÖV 1984, 855= BBauBl 1984, 498= ZfBR 1984, 254=BRS 42,94) die Höhenbegrenzungen im Einklang mit §3 Abs.2 BKleingG gesehen.

Unzulässig ist auch die Unterkellerung einer Laube, die geeignet ist Menschen den Aufenthalt zu ermöglichen.

 

 

„Ungeeignetheit zum dauerhaften Wohnen“

 

Bei Wikipedia ist wohnen so definiert:

„Gesetzlich ist der Begriff des Wohnens durch eine auf Dauer angelegte Häuslichkeit, Eigengestaltung der Haushaltsführung und des häuslichen Wirkungskreises sowie Freiwilligkeit des Aufenthalts gekennzeichnet (BVerwG 25. März 1996 – 4B 302.95, BauR 96,676). Die Wohnung als der persönliche Lebensbereich bildet einen Rückzugsraum gegenüber staatlicher Kontrolle.“

Unter dem Begriff Wohnen ist eine auf gewisse Dauer angelegte Häuslichkeit zu verstehen, ein häusliches Leben, das die Wohnbedürfnisse und übliche Wohngewohnheiten umfasst. Lauben dürfen daher nur so ausgestattet und eingerichtet sein, dass nur ein vorrübergehender Aufenthalt möglich ist.

Die kleingärtnerische Nutzung einer Laube besteht nur in der Aufbewahrung von, Geräten für die Gartenbearbeitung und von Gartenerzeugnissen sowie in kurzfristigen Aufenthalten des Kleingärtners und seiner Familie aus Anlass von Arbeiten oder der Freizeiterholung im Garten(BVerwG). Als kurzfristiger Aufenthalt dürfen gelegentliche behelfsmäßige Übernachtungen des Kleingärtners und seiner Familienangehörigen anzusehen sein.

 

 

Gartenlauben sind als nichtprivilegierte, sonstige Vorhaben gemäß § 35 Abs.2 und 3 Baugesetzbuch (BauGB) zulässig, wenn sie die im BKleingG ausdrücklich zugelassene Größe von 24qm Grundfläche nicht überschreiten und nach ihrer Beschaffenheit nicht zum dauernden Wohnen geeignet sind. 

Paradies für Insekten

Paradies für Insekten

 

War das Thema einer Projektgruppe von vier Schülerinnen der Wilhelm-Merton-Schule. Dazu legten sie ein „Insektenbeet“ in der Kleingartenanlage des KGV Bergen-Enkheim 1950 e.V. an. Zusätzlich gestalteten sie einen Informationsflyer in dem sie u.a. eine Anleitung zum Bau eines  Insektenhotels gaben.

 

Auf der Welt gibt es mehr als eine Million verschiedene Insektenarten. Doch die Bestände gehen dramatisch zurück.

 

Dieses Projekt sollte für Kleingärtner der Stein des Anstoßes sein, darüber nachzudenken ob seine Gartenparzelle ein Beispiel für „naturnahes gärtnern“ ist.

 

Wenn jeder Kleingärtner ein Stück seines Gartens für naturnahes gärtnern nutzt, machen wir einen entscheidenden Schritt in die richtige Richtung. Wir schaffen optimalen Lebensraum für zahlreiche Insekten, die in einer „total aufgeräumten Landschaft“ ständig zurückgedrängt werden.

 

In einem Kleingarten sind die besten Voraussetzungen für intakte, naturnahe Lebensräume für Pflanzen und Tiere gegeben. Wo Schädlinge sind, da sind auch Nützlinge, vorausgesetzt, sie finden ganzjährig akzeptable Lebensbedingungen, wie z. B. Nahrung und Unterkunft.

 

Diese Lebensbedingungen können wir im Kleingarten schaffen.

 

Eine große heimische Pflanzenvielfalt sichert unseren Nützlingen die Ernährung. Um ihnen auch Schutz und Quartier zu geben bieten sich einige Maßnahmen wie z.B. Nistkästen, Wildbienenhotels, Florfliegenkästen, Ohrwurmtöpfe, Erdhummelquartiere, Igelunterschlüpfe oder Laufkäferunterkünfte an.

All diese Maßnahmen umzusetzen, erfordern etwas Arbeit und einiges an Wissen. Aber dafür gibt es gute Literatur. Mit dem angeeigneten Wissen und dem wachsenden Verständnis für die Zusammenhänge und Wechselwirkungen in der Natur wird das gärtnern zum schönsten Hobby der Welt.

Insekten belohnen uns mit ihrer Arbeit. Sie sind die Bestäuber unserer blühenden Sträucher und Bäume, die dann irgendwann auch Früchte tragen.

 

 

Natur ist Vielfalt!

 

 

Ist der Rasen akkurat geschnitten und von Steinen oder Metallbändern eingefasst, die Wege gepflastert oder auf andere Weise versiegelt und Gabionen als Trennwände aufgestellt, das Laub zusammengefegt und entsorgt?

Solch ein Garten mag dem Ordnungsbedürfnis seines Besitzers entgegen kommen, hat aber sehr wenig mit Natur zu tun. Von so viel Aufgeräumtheit können keine Insekten oder Vögel oder andere Tiere leben. Keine Nahrung und keine Rückzugsgebiete.

Gemeinschaftsarbeit 2018

GEMEINSCHAFTSARBEIT 2018

SAMSTAG : 2. JUNI  2018 VON 8,00 – 12,00 UHR

SAMSTAG : 7. JULI 2018 VON 8,00 – 12,00 UHR

SAMSTAG : 4. AUGUST 2018 VON 8,00 – 12,00 UHR

SAMSTAG : 22.SEPTEMBER 2018 VON 8,00 – 12,00 UHR

SAMSTAG : 20.OKTOBER 2018 VON 8,00 – 12,00 UHR

SAMSTAG : 10.NOVEMBER 2018 VON 8,00 – 12,00 UHR

Darüberhinaus können alternativ Termine unter der Woche abgesprochen werden . Die Abstimmung hierzu kann nur !! über den Vorstand und mit dessen Genehmigung erfolgen.

Desweiteren können Gemeinschaftsstunden auch für die Mithilfe an den offenen Freitagen im Vereinshaus angerechnet werden.

Auch hier bitte nur nach Abstimmung mit dem Vorstand

Jeder Gartenpächter ( Ausnahme Altersregelung ) hat 12 Stunden im Jahr als Gemeinschaftsarbeit abzuleisten.

Jede nicht geleistete Stunde wird am Jahresende mit 50 Euro in Rechnung gestellt.

Bitte ausschließlich anmelden unter 01578-8904487

Oder in GARTEN NR. 31

Vielen Dank

Der Vorstand

Ziergarten

Ziergarten

Die Qual der Wahl ist bei den vielen unterschiedlichen Gartentypen besonders groß. Vom Bauerngarten und Kräutergarten über Naturgarten, Wassergarten bis hin zum Steingarten, Wildgarten, Rosengarten und Japangarten. Jeder ist für sich auf seine individuelle Weise wunderschön. Wie pflegt man die unterschiedlichen Gartentypen?

Völlig egal, wie du dir deinen perfekten Ziergarten vorstellst, es ist wichtig alles sorgfältig zu planen.

Bekanntlich kann Gartenarbeit sehr zeitraubend und arbeitsintensiv sein. Die Hauptarbeit sollte demnach im Nutzgarten anfallen. Mit sorgfältige Planung sollte der Ziergarten mit einem Minimum an Arbeit gepflegt werden und dabei noch gut aussehen. Einen pflegeleichten Ziergarten zu planen bedeutet den Reichtum der Natur zu sehen und ausschöpfen.

Die Möglichkeiten einen Ziergarten, oder besser zierende Bereiche in einem Garten, anzulegen sind nahezu unerschöpflich und lassen Raum für jegliche Kreativität und Vorlieben, wobei in den üblichen Ziergärten leider nicht mal ansatzweise die Möglichkeiten der Gestaltung genutzt werden, wodurch meist langweilige Standartgärten entstehen, was wirklich schade ist.

Zu einem klassischen Nutzgarten (Selbstversorgergarten) passt der traditionelle Bauerngarten oder ein Naturgarten – Natur(naher) Garten –, nicht zu verwechseln mit dem sehr intensiv zu pflegenden Wildgarten, die sich beide zu abwechslungsreiche Wohlfühlgärten gestalten lassen.

Bauerngärten sind streng geometrisch angelegte Gärten mit dem typischen Wegekreuz. Es gibt keine klare Trennung zwischen Nutz- und Ziergarten. Der Bauerngarten bietet einen fließenden Übergang und verhindert durch das Prinzip der Mischkultur die Massenausbreitung von Schädlingen und Krankheiten. Hier wachsen Zierpflanzen im Kräuterbeet und Obst und Gemüse direkt nebeneinander. Diese Gartenform zeigt, dass man nicht immer alles in einer gewissen Norm halten muss, sondern dass die Natur wunderschön sein kann.

Der Naturgarten zeichnet sich dadurch aus, dass er natürlich wirkt, wie in freier Natur, aber in gepflegter Form. Die Gestaltung richtet sich nur nach deinen eigenen Vorlieben. Lass deiner Kreativität freien Lauf und schaffe dir deine Wohlfühloase. So können ein Gartenteich, Bachlauf, Steingarten, Sitzgelegenheiten, Wege oder Insektenhotels und andere Unterschlupfmöglichkeiten für Nützlinge verwirklicht werden.

Auch ein Naturgarten benötigt Pflege! Zwar muss man nicht so akkurat sein aber überwuchern sollte auch der Naturgarten nicht, denn dann sieht er schnell ungepflegt aus. Unkraut ist erlaubt, solange es der Optik dient und die anderen Pflanzen nicht im Gedeihen schädigt oder behindert.

Die richtige Auswahl der Pflanzen ist wichtig. Heimische Pflanzen gehören in den Natur-garten, denn sie kommen mit den klimatischen Verhältnissen bestens zurecht und sind auch robuster. Auch sind diese Pflanzen die optimale Futterquelle für die Tiere der Region. Von Bedeutung sind Pflanzen, die sich durch Selbstaussaat verbreiten. Man muss selbst nicht viel dazu tun und kann zusehen, wie der Garten von alleine zu einem lebendigen, farbenfrohen und duftenden Ort heranwächst. Exotische und gezüchtete Pflanzen haben hier nichts zu suchen. Oberstes Gebot ist es mit der Bepflanzung die heimische Natur im Gleichgewicht zu halten. Die Auswahl an heimischen Wildpflanzen ist sehr groß. Ob Bodendecker, Gehölze, Sträucher, Kräuter oder Stauden findet sich alles in unserer Natur. Auch im Naturgarten muss niemand auf einen Rasen verzichten. Wähle keinen englischen Rasen, sondern eine Wildblumenwiese, die liefert vielen Insekten Nahrung und passt auch besser in den Naturgarten.

Mit Schädlingen hat man in einem Naturgarten kaum Probleme, da sich die meisten Probleme von selbst regulieren. Insektenvernichtungsmittel haben hier keinen Platz. Hier soll Leben erhalten und nicht vernichtet werden. Im Naturgarten sind Tiere willkommen. Schmetterlinge, Bienen, Hummel, Libellen, Vögel und andere Tiere bieten uns im Sommer ein wunderschönes Schauspiel, dass zum Entspannen und Seele baumeln lassen einlädt.

Einen Naturgarten zu gestalten bedeutet auch Gärtnern im Einklang mit der Natur.

Nutzgarten

Nutzgarten

Es ist zweckmäßig, einen in sich abgeschlossenen Teil des Gartens für den Anbau von Gemüse zu verwenden. Der beste, sonnigste und geschützteste Teil des Gartens ist für das Gemüse gerade gut genug. Hat dort dein Vorgänger seinen Nutzgarten angelegt? Wenn nein, dann ändere den Standort.

Die Größe des Gemüsegartens richtet sich nach dem Eigenbedarf an Gemüse. Für eine vierköpfige Familie solltest du mindestens mit 120 qm Anbaufläche rechnen. Für Frühbeet, Gewächshaus und Komposthaufen werden zusätzlich Flächen gebraucht. Die Fläche um eventuell den Bedarf an Kartoffeln zu decken ist ebenfalls hinzuzurechnen.

Die Anlage eines Gemüsegartens muss also sorgfältig durchdacht werden. Die Gemüsebeete sollen möglichst in Nord – Südrichtung verlaufen. Als Optimale breite der Beete ist ca. 1,20 m üblich die Wege mit 30 cm einer Plattenbreite sind ausreichend. Wie du nun den Gemüsegarten gestaltest, in übersichtlicher Form mit geraden, rechteckigen Beeten oder wie ein alter Bauerngarten mit bogig verlaufenden Beeten, mit Platten oder gemulchten Wegen, ist deinem persönlichen Geschmack überlassen.

Damit die Bewirtschaftung deines Gemüsegartens von Erfolg gekrönt ist, musst du planmäßig und mit Überlegung arbeiten. Das bedeutet, erstelle einen Anbauplan und führe Buch über deine anzubauende Gemüsearten mit der jeweiligen Kulturdauer, sowie die Versorgung der Beete mit organischem und mineralischem Dünger. Mache dich vertraut mit den Begriffen:

  • Fruchtwechsel

 Darunter versteht man den jährlich wechselnden Anbau verschiedener Gemüsearten auf dem gleichen Beet.

  • Fruchtfolge

 Wenn auf einem Beet im Laufe eines Jahres mehrere Gemüsearten hintereinander angebaut werden. Dazu werden auch die Begriffe Vorkultur, Hauptkultur und Nachkultur verwendet.

  • Mischanbau

Darunter versteht man den gleichzeitigen Anbau verschiedener Gemüsearten auf einem Beet. Aber Achtung, die Möglichkeiten es gut und richtig, aber auch falsch zu machen sind groß.

Hochbeete und Hügelbeete werden immer wieder empfohlen, da man mit ihnen respektable Ernte auf kleinster Fläche erzielen kann.

Für Beerensträucher und Erdbeeren müssen weitere Flächen eingeplant werden.

Bäume sollten, wegen des Schattens, nicht in den Gemüsegarten gepflanzt werden.

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