Wintergemüse ernten

Wintergemüse ernten

Sellerie, Kopfsalat, Möhren, Rüben oder Endivien wachsen bei milden Temperaturen immer noch. Die Lagerfähigkeit wird deutlich verbessert, je ausgereifter das Gemüse ist. Die Ernte sollte möglichst lange hinausgezögert werden. Leichte Nachtfröste sind kein Problem, diese werden schadlos über-standen. Sobald hohe Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht und stärkere Fröste auftreten ist es an der Zeit abzuernten, denn die Qualität leidet jetzt.

Rosenkohl, Grünkohl oder Spätkohl sind von Natur aus anders. Sobald die Temperaturen fallen, lagern diese Gemüse als natürlichen Frostschutz Zuckerstoffe in die Blätter und Knospen ein. Dadurch entwickeln sie ihren vollen Geschmack. Wird die Erde weiterhin gelockert mobilisiert man die vorhandenen Nährstoffe und das Wachstum stockt nicht. Bei länger anhaltender Trockenheit das wässern nicht vergessen, es beugt einem Pilzbefall vor.

Buchsbaumzünsler

Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis)

Der kleine unscheinbare Falter ist der Buchsbaumzünsler. Er legt je nach Witterung drei- bis viermal im Jahr seine Eier vornehmlich an den Blattunterseiten oder im Inneren des Strauches ab.  Je nach Temperatur kann es zwischen 17 (bei 30°C) und 84 Tage (bei 17°C) dauern bis die sieben Larvenstadien durchlaufen sind.

Foto vom Hubert Berberich Lizenz: CC-BY-3.0

Foto von Hubert Berberich
Lizenz: CC-BY-3.0

Die schlüpfenden Raupen sind sehr gefräßig und können einen Buchsbaum innerhalb einer Nacht kahl fressen. Da die Raupen im Inneren des Strauches in Gespinsten leben, sind sie nur schwer zu bekämpfen.

Foto von Didier Descouens Lizenz: CC-BY-SA 4.0

Foto von Didier Descouens
Lizenz: CC-BY-SA 4.0

Die regelmäßige Kontrolle der Buchsbäume auf grünen Raupen mit schwarzen Punkten, jetzt im Sommer, ist zwingend erforderlich. Dabei auch ins Innere des Strauches schauen. Befinden sich Buchsbaumzünslerraupen im Geäst kann der Strauch, vor allem in Innern, mit einem Kontaktinsektizid (z.B. Spruzit) behandelt werden.

Da in einer Saison mehrere Generationen von Schädlingen entstehen, überwintert die letzte Generation zwischen den Blättern und Ästen des Buchsbaums. Zum Schutz vor Kälte überwintern die Raupen dabei in ihrem Kokon, welcher aus verklebten und verformten Blättern besteht. Dabei nutzen die Raupen die Spinnweben, um die Kokons zu verkleben und sich vor Angreifern zu schützen.

Sobald die Temperatur im Frühjahr (März/April) auf über 7°C klettert werden die Raupen aktiv. Jetzt ist es wichtig diese erste Larvengeneration mit einem Kontaktinsektizid – wirkt nur wenn es mit den Raupen in Kontakt kommt – zu bekämpfen und eventuell im Sommer Ruhe zu haben. Der Wirkstoff wird erst beim Fressen aufgenommen und bleibt nur 14 Tage aktiv.

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