Gut zu wissen

Kompostbeschleuniger selbst gemacht

So wird die Rotte mit einfachem „Hefe – Zucker – Wasser“ beschleunigt.

Dazu einen Hefewürfel zerbröseln und mit 500 g Zucker in 2Liter lauwarmem Wasser rühren bis sich Hefe und Zucker aufgelöst haben. Diesen Mix mit 10 Liter Wasser in eine Gießkanne geben und zwei Stunden an einem warmen Ort ruhen lassen. Danach wird das Gemisch aus„Hefe – Zucker – Wasser“ über den Komposthaufen gegossen.

Sorgenfrei düngen und pflegen

Selbstgemachte biologische Pflanzenschutzmittel und Dünger belasten weder Tiere noch Bodenlebewesen noch Grundwasser und vermeiden unerwünschte Rückstände bei Obst und Gemüse. Es gibt verschiedene Zubereitungsarten wie Tee, Kaltwasserauszug, Brühe und Jauche. Sie machen die Pflanzen widerstandsfähiger und versorgen sie mit Nährstoffen. Klar sie duften weder nach Veilchen noch nach Rosen, sind aber völlig harmlos für Haustiere. (Siehe auch Mitteilung „ Natürliche Dünge – und Pflanzenschutzmittel“)

Weidenwasser fördert Wurzelbildung bei Stecklingen

Weidenwasser regt die Bewurzelung bei Stecklingen und Jungpflanzen an. Das Hormon Indol-3-Buttersäure fördert die Wurzelbildung in Pflanzen und ist in genügender Menge in Weiden enthalten.

Zur Herstellung von 10 Liter Weidenwasser brauchst du etwa 2 bis 3 Kilogramm Weiden (jede Weidenart funktioniert). Fingerdicke Weidenrute in 10cm Stücke schneiden und von der Rinde ablösen. Schnittgut (Rinde und Holz)in einen Eimer geben und mit 10l Wasser übergießen und mindestens 24 Stunden ziehen lassen.

Anschließend das Schnittgut entfernen und die Stecklinge für mindestens 24 Stunden im Weidenwasser ziehen lassen. Anschließend die Stecklinge wie gewohnt in Töpfe mit Anzuchterde stecken. Weidenwasser nicht wegschütten, damit werden die Stecklinge bis zur Wurzelbildung gegossen.

Kaffeesatz als Dünger verwenden

Kaffeesatz ist zu Schade für den Müll. Gerbsäuren, Kalium, Phosphor, Stickstoff und viele Spurenelemente sind darin enthalten. Die Bodenorganismen im Kompost vertragen täglich die Menge an Kaffeesatz, der anfällt bei der Zubereitung einer großen Kaffeekanne. Bei Moorbeetpflanzen wie Rhododendron,Hortensien,Azaleen oder Kamelien kann auch den Kaffeesatz direkt in den Boden des Beetes eingearbeitet, werden. Übrigens auch kalter Kaffee kann mal 1:1 mit Wasser vermischt in die Beete gegossen werden.

Eierschalen zum Düngen

Kräuter wie z.B.Thymian, Salbei oder Lavendel, sowie Gemüse wie z.B. Kohl, Möhren,Zwiebeln,Porree, Sellerie oder Tomaten sind kalkliebende Pflanzen und können mit fein gemahlenen Eierschalen gedüngt werden. Einfach auf die Bodenoberfläche um die Pflanzen streuen. Netter Nebeneffekt im Gemüsebeet, Schnecken meiden meistens diese Pflanzen.

Kohlschädlinge reduzieren

Kornblumen, Buchweizen und Feldwicken, ab April am Kohlbeet aussähen, locken Nützlinge an, die sich auf den Nachwuchs des Kohlweißlings spezialisiert haben.

Löwenzahntee für Wurzel – und Blattgemüse

Das Saatgut von Karotten, Pastinaken und Petersilienwurzel in einem Tee aus Löwenzahnblüten tauchen beschleunigt die Keimung der Samen und der Wurzelbildung.

Herstellung des Tees:

ca. 200 g Löwenzahnblüten mit 1 Liter Wasser überbrühen und den Aufguss abkühlen lassen. Die Samen in ein Stoffsäckchen geben und in den Tee ca. 20 Minuten eintauchen und anschließend auf einem Tuch trocknen lassen und dann unmittelbar danach aussähen.

Löwenzahntee regt auch das Wachstum von Blattgemüse an. Dazu den Tee 1:4 mit Wasser mischen und am Morgen über die Pflanzen spühen.

Natürliche Dünge – und Pflanzenschutzmittel

Alles Leben bildet eine Einheit. Wer eine Lebensform (Schadinsekt) zerstört, wird auch einer anderen(Nützlingen) Schaden zufügen. Einen Schädling und seinen nützlichen natürlichen Gegner auszurotten ist eine große Dummheit. Daraus folgt, dass der Einsatz von Insektiziden, Pestiziden und Fungiziden nicht zu empfehlen ist.

Die Natur braucht den Menschen nicht. In tausenden von Jahren hat die Natur den Kreislauf des Lebens selbst geregelt.

Im Gegensatz zu chemischen Schädlingsbekämpfungsmittel belasten selbst hergestellte Pflanzenauszüge die Umwelt nicht. Die dafür benötigten Pflanzen findest du im eigenen Garten oder am Wegesrand in der Natur. Viele Pflanzen enthalten Stoffe wie ätherische Öle, Bitter – und Gerbstoffe, die Fressfeinden nicht schmecken und Krankheiten effektiv eindämmen. Die Herstellung dieser Mittel aus Pflanzen ist einfach und seit Generationen erprobt.

Es gibt verschiedene Zubereitungsarten wie Tee, Kaltwasserauszug, Brühe und Jauche.

Spritztees: Es reichen oft kleinere Kraut – und Wassermengen. Die Pflanzenteile werden zerkleinert mit kochendem Wasser übergießen , 10 bis 15 Minuten ziehen lassen, durch ein Sieb gießen und abkühlen lassen. In 1:5 bis 1:20 facher Verdünnung kommt der Tee zur Schädlingsbekämpfung, Bodenpflege oder als Kompostzusatzzur Anwendung

Kaltwasserauszug: Pflanzenteile, frisch oder getrocknet 1 bis 3 Tage in kaltes Wasser einweichen anschließend absieben. Wichtig ist, dass es nicht zur Gärung kommt. Unverdünnt oder 1:1 leicht verdünnt können Kaltwasserauszüge zur Schädlingsbekämpfung oder als Kompostzusatz eingesetzt werden.

Pflanzenbrühen entstehen, indem man die frischen Pflanzenteile maximal 24 Stunden – meist jedoch einfach nur über Nacht im Wasser ziehen und zum Schluss noch einmal für etwa eine halbe Stunde köcheln lässt. Nach dem Abkühlen siebt man ab und kann die Brühe in einem Gefäß aufbewahren. Zur Anwendung kommt sie je nach Rezept in 1:10 bis 1:20 facher Verdünnung zur Schädlingsbekämpfung, Vorbeugung gegen Krankheiten oder zur Blattdüngung. Sie sollten im Gegensatz zu Pflanzenjauchen möglichst frisch verwendet werden und halten sich nicht lange.

Pflanzenjauchen werden durch Vergären von Pflanzenteilen in Wasser hergestellt. Dieser Prozess dauert 10 bis 14 Tage. Erst dann ist die Jauche in verdünnter Form einsatzbereit.
Jauchen dienen nicht nur als Stärkungsmittel für die Pflanzen sondern auch als Dünger und halten sich einige Zeit.

Grundrezept Düngejauche

Als Faustregel gilt:

• 1 kg frische oder 100 bis 200 g getrocknete Pflanzen auf 10 l Wasser.

Die Pflanzen sollten nur grob zerkleinert werden, damit der Sud genügend Luft zum Gären enthält.

Gefäße aus Holz, Kunststoff, Steingut oder Ton sind besser als Metall oder Emaille, da sie nicht durch den Kontakt mit der scharfen Jauche oxidieren. Ein solches Gefäß wird nun zu drei Viertel mit den Pflanzen locker gefüllt und bis etwa zehn Zentimeter unter den Rand mit kaltem Wasser aufgegossen. Wäre das Gefäß bis zum Rand gefüllt, würde es nach zwei bis drei Tagen – wenn die Jauche anfängt zu Gären – überlaufen.

Jauche bitte luftdurchlässig abdecken und täglich umrühren.

Die Jauche ist gebrauchsfertig sobald die Masse aufhört Schaum zu bilden und einen dunklen Farbton annimmt.

Der nun entstandene Sud ist sehr scharf und darf deshalb nicht pur ausgebracht werden. Optimal ist ein Mischungsverhältnis von 1:5 bis 1:10 (Jauche:Wasser).

Die Pflanzenreste aus der Jauche sieben.

Tip: Die Geruchsentwicklung vor allem bei der Jaucheherstellung kann durch Steinmehlzugaben vermindert bis ganz unterbunden werden.

Brühen und Jauchen enthalten wichtige Nährstoffe und Spurenelemente können als Pflanzenstärkungsmittel, zur Schädlingsbekämpfung oder als Dünger genutzt werden.

Als Zutaten für Tees, Kaltwasserauszüge, Brühen und Jauche eignen sich nahezu alle Pflanzenreste wie beispielsweise Gemüseabfälle, Blätter und Kräuter, die sonst auf dem Kompost landen. Sogar Löwenzahn, der sich als besonders hartnäckiges und wucherndes Unkraut erweist leistet hier gute Dienste. Insbesondere Brennnessel, Beinwell, ausge-brochene Tomatentriebe Schachtelhalm, Giersch, Knoblauch, Zwiebel, Kamille, Rainfarn und Kohl eignen sich besonders gut für das Gemüsebeet.

Anders als bei Kompost, der erst von den Bodenlebewesen pflanzenverfügbar gemacht werden muss, können die Wurzeln die Nährstoffe aus dem Jauchesud sofort aufnehmen.

Den selbstgebraute Flüssigdünger wahlweise morgens oder abends bei bedecktem Himmel anwenden.

Die ausgesiebten Pflanzenreste können problemlos im Kompost entsorgt werden oder als Mulch ins Beet ausgebracht werden.

Unverzichtbare Gründüngung

Gründüngung bezeichnet das gezielte Anbauen von Pflanzen zur Bodenverbesserung im Acker-, Obst-, Wein- und Gartenbau. Anders als Nutzpflanzen werden die Pflanzen üblicherweise nicht geerntet, sondern gemulcht oder untergepflügt. Wikipedia

Bereits in der Antike bzw. Frühmittelalter erkannten die Römer und Griechen die Vorteile bei der Zweifelderwirtschaft, der Acker wurde in zwei Felder eingeteilt, von denen ein Feld bestellt wurde und das andere lag brach, dass der Ackerboden sich erholte. Im Mittelalter, etwa um 1100 n. Ch.,hielt die Dreifelderwirtschaft und Mitte des 18. Jahrhunderts dann die Vierfelderwirtschaft ( Fruchtwechsel) als Bewirtschaftungsform in der Landwirtschaft Einzug.

Gründüngung ist wie das Mulchen oder das Kompostieren keine neue Erfindung.

Jede freie Fläche im Garten sollte mit Gründüngungspflanzen eingesät werden. Die Gründüngung dient als Schutz vor Erosion durch Luft und Wasser, schützt vor Frost, beschattet den Boden und verhindert so austrocknen der Erde und das Ansiedeln unerwünschter Wildkräuter.

Welche Gründüngerpflanzen im Garten eingesät werden sollen, hängt natürlich davon ab, was erreicht werden soll. Gegen verdichtete schwere Böden, die gelockert werden sollen, empfehlen sich tief wurzelnde Stickstoffsammler wie z.B. Lupine,Ackerbohne, Gelbsenf. Für mehr Humus auf sandigen Böden sollte eher Bienenfreund, Steinklee, Winterroggen anbauen werden. Bei Problemen mit Älchen und Bodenmüdigkeit sind Heilkräuter wie Ringelblume oder Sonnenhut und Studentenblume die Lösung.

Bist du mit deinem Gartenboden soweit zufrieden, solltest du ihn trotzdem nicht uneingepflanzt der Witterung aussetzten. Als kurzlebige Zwischensaat eignen sich z.B. Gelbsenf, Bienenfreund Bitterlupinen usw. die beim ersten Frost absterben. Dagegen sind z.B. Gräser, Winterroggen oder Weizen usw. ein lebendiger Winterschutz.

Spätestens vier Wochen vor der Neubestellung der Beete, also Anfang April, sollten die Beete abgemäht werden und die Beete durchgehackt werden. Das anfallende Mähgut als Mulchdecke verwenden. Bringe viel Abwechslung in deine Gründüngerpflanzen und nehme nicht immer z.B. Bienenfreund. Es gibt im Handel ein vielfältiges Angebot an Mischungen.

Noch eine Anmerkung zu reifem Kompost, niemals untergraben. Die wertvollen Mikroorganismen und Nährstoffe sollen in die darunter liegenden Bodenschichten einsickern. Gräbst du den Kompost unter, wie es immer wieder geraten wird, wird er erstickt. Außerdem wird der Kompost durch Regen- und Gießwasser in tiefere Bodenregionen transportiert und für Wurzeln der Pflanzen unerreichbar. Natürlich können die Pflanzlöcher mit Kompost versorgt werden, aber dann mit der ausgehobenen Erde mischen. Kompost darf nicht austrocknen, sonst sterben die Mikroorganismen ab. Deshalb ausgebrachter Kompost immer mit einer dünnen Mulchdecke abdecken.

Gemeinschaftsarbeit 2021

Samstag, 13.03.2021 Samstag, 10.04.2021 Samstag, 08.05.2021

Samstag , 05.06.2021 Samstag, 03.07.2021 Samstag, 07.08.2021

Samstag, 04.09.2021 Samstag, 02.10.2021 Samstag, 06.11.2021

Bitte meldet euch zu den Terminen rechtzeitig an unter E_Mail “info@kgvbe.de” oder

Vereinshandy “0157 88904487

Hierbei wichtig zu wissen:

  • es können nur max. 2 Personen pro Garten gemeldet werden
  • es können nur Personen zusammenkommen, die im selben Haushalt leben.
  • es können nur Personen berücksichtigt werden, die sich angemeldet haben.

Bei der Gemeinschaftsarbeit sind nur Vereinsmitglieder versichert, die gemäß mitgliedschaftsrechtlicher Verpflichtung bei vom Vorstand angesetzten Gemeinschaftsarbeiten eingesetzt werden.

Gemeinschaftsarbeit 2020

Samstag, den 07. März 2020; Samstag, den 04. April 2020

Samstag, den 09. Mai 2020 Samstag, den 06. Juni 2020

Samstag, den 04. Juli 2020 Samstag, den 08. August 2020

Samstag, den 05. September 2020 Samstag, den 10. Oktober 2020

Samstag, den 07. November 2020

Achtung:

Eine rechtzeitige Anmeldung unter Tel. 0157-88904487 oder persönlich beim Vorstand bzw. in Garten 31 ist zwingend erforderlich. Ohne Anmeldung kann eine Berücksichtigung leider nicht mehr erfolgen. Die maximale Anzahl pro Termin wird auf 10-12 Personen beschränkt. Alle weiteren Absprachen sind ausschließlich mit dem Vorstand zu vereinbaren.

Bitte beachten Sie, dass jede nicht geleistete Stunde Gemeinschaftsarbeit mit € 50,00 in 

Rechnung gestellt wird.

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